One shot of happy, one shot of sad

Hallo liebe Leute

Wie lange haben wir uns jetzt nicht mehr gemeldet!? Wir haben schon erste besorgte E-Mails erhalten… Das tut uns wirklich leid!

Ist es all das Neue, mit dem wir gerade konfrontiert werden? Ist es dieser abrupte Wechsel in eine altbekannte, aber manchmal etwas entfremdete Kultur? Ist es die Angst vor dem „letzten Blogeintrag“ dieser Reise?

Um es auf den Punkt zu bringen… wir sind wieder in dem Land, wo wir die ersten Kilometer dieser Reise unter die Räder genommen haben. Schweiz, Suisse, Svizzera, Isvičre, Switzerland, Helvetia… im Land der Schoggi, des Käses, der pünktlichen Züge. Der Toiletten, auf welchen man absitzt und anschliessend verzweifelt nach dem Wasserschlauch sucht, um alles schön sauber zu machen. Wo die leckeren Bananen nicht mehr einfach hinter dem Haus wachsen und die Strassenküchen den teuren Restaurants Platz machen. Wo leckeres Trinkwasser nur so aus den Brunnen sprudelt und am Wasserhahn beliebig die Temperatur eingestellt werden kann. Wo überall unsere Sprache gesprochen wird, und man uns trotzdem nicht immer ganz versteht. In der schnellen Welt, wo wir momentan öfters etwas verloren in den Gassen stehen und uns irgendwie wieder daran gewöhnen sollten, müssten, sollen und müssen…

 

Dear People

 How long has it been!? We have already received some worried e-mails… We are really sorry about that!

Is it all the new inputs that we are facing at the moment? Is it the abrupt change into this familiar but sometimes alienated culture ? Or is it the fear of the „last blog post“ of this trip? 

To put it in a nutshell… we are back in the country where we cycled the first kilometers of this journey. Schweiz, Suisse, Svizzera, Isvičre, Switzerland, Helvetia… in the country of chocolate, cheese and trains on time. Toilets where you desperately look for a water hose to make everything nice and clean afterwards. Where the delicious bananas not simply grow behind the house and where yummy street food gave way to expensive restaurants. Where delicious drinking water gushes from the well and the desired temperature can be adjusted at the faucet. Where our language is spoken everywhere, and we still do not always understand what is being said. In the fast-moving world, where we are often lost somewhere in a street, and where we should, have to and must get used to somehow…

 

 

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Aber wie schön war es, unsere Familien wieder in die Arme zu schliessen! Freunde zu treffen, Käse zu essen. Im Strassenverkehr unterwegs zu sein und von Autofahrern mit richtig viel Abstand überholt zu werden. Wie schön war es, die letzte Woche noch in der Schweiz mit dem Velo unterwegs zu sein und zu Hause anzukommen. Gesund, zufrieden und voller guter Energie!
Es war unser grösster Wunsch, diese Reise gesund und zufrieden irgendwann zu beenden.
Here we are! Gesund, zufrieden… Ziel erreicht! 🙂

Nach dem letzten Blogeintrag haben wir unsere Velos verpackt und in Singapur in der Tree Inn Lodge deponiert. Auf Bali erlebten wir vor unserer Heimreise eine gute Zeit:

 

But to hug our families was just beautiful! To meet friends, to eat cheese as well. Cycling on a road and being overtaken with a lot of space in between… How powerful it was to pedal one more week in Switzerland and arrive at home. Just where we started… Healthy, happy and full of positive energy!

It was our greatest desire to end this journey healthy and happy one day.
And here we are! Healthy, happy … Mission completed! 🙂

After the last blog post, we packed our bikes in boxes and left them in Singapore in the Tree Inn Lodge. In Bali, we enjoyed good times before going home:

 

 

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In Singapur sind wir zu Gast bei der Tree Inn Lodge. Definitiv ein Muss für jeden Tourenvelofahrer der irgendwann, irgendwie in dieser Stadt vorbeikommt. Die Besitzer sind die ultimative Informationszentrale was Tourenfahren anbelangt. Egal was du brauchst, egal was du wissen willst… SK ist the man!

Hier verpacken wir unsere Velos, da wir sie nicht mit nach Bali nehmen wollen.

In Singapore we are guests in the Tree Inn Lodge. Definitely a must for any touring cyclist who at some point, somehow passes this city. The owners are the ultimate information center when it comes to cycle touring. No matter what you need or want to know … SK is the man!

Here we pack our bikes because we do not want to take to Bali.

 

 

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Endlich sind wir in Bali angekommen. Bali’s Hauptort Denpasar lassen wir schnell hinter uns. Es ist die mit Abstand schrecklichste Stadt, die wir in den letzten Jahren gesehen haben. Vollgestopft mit Touristen. Ein ständiger Kampf, da die meisten Einheimischen die Touristen nicht leiden können und umgekehrt genau so. Sehr schade und es gibt uns echt zu denken!

Darum mieten wir für zwei Wochen einen Scooter und erkunden die Insel auf eigene Faust, flüchten so gut es geht von diesem Jubel und Trubel.

Wie hier… zwischen den Reisfeldern, welche von diesem saftigen Grün dominiert werden.

We have finally arrived in Bali and leave the capital Denpasar quickly behind. It is by far the most horrible city that we have seen in the recent year, packed with tourists. A constant battle, as most locals don’t like tourists and vice versa. A sad place!

So we rent a scooter for two weeks and explore the island on our own, escape this hustle and bustle as much as possible.

Like here… Somewhere between the rice fields, which are dominated by this lush green.

 

 

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Wir ziehen uns das Meer noch mal so richtig rein. Verbringen viele Abende am Strand und geniessen dieses magische Gefühl, das uns das Meer verleiht…

We enjoy the sea as much as we can, spend many evenings on the beach and enjoy this magical feeling that it gives us…

 

 

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Auf der Insel Lembongan wird überall diese spezielle Art von Seegras angebaut und dann in der Sonne getrocknet. Ferner wird es zu einer sehr aufwändigen Speise verarbeitet oder an die Kosmetikindustrie weiterverkauft.

On the island of Lembongan this particular type of seaweed is cultivated and then dried in the sun everywhere. Later it is made into a very elaborate dish or sold to the cosmetics industry.

 

 

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Wenn wir schon unsere Velos nicht mit auf der Insel haben, bringt uns wenigstens der Scooter an einige schöne Plätze.
Obschon wir das Fahrradfahren in Balis chaotischen Verkehr gar nicht vermissen. Mit durchschnittlich einem Verkehrstoten pro Tag weist die Insel eine traurige Bilanz auf.

As we do not have our bicycles on the island, at least the scooter brings us to some beautiful spots.
Although we do not really miss the cycling in Bali’s chaotic traffic. With an average of one road casualty per day the island has a poor record.

 

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Mit dem Boot geht’s wieder zurück auf die Hauptinsel. Schnell und teuer… oder dann doch lieber so wie hier. Langsam, mit dem Versorgungskutter, für ein paar wenige Dollars. Wir wollen nochmals zurück nach Ubud. Ein kleines Städtchen mitten in Bali. Dort mieten wir ein kleines Zimmer, machen viel Yoga und lassen die letzten Tage in Asien nochmals auf uns wirken.

We head back to the main island with the boat. Fast and expensive or more like this here… Slow, with the supply boat, for a few dollars. We want to return to Ubud, a small town in the heart of Bali. There we rent a small room, do a lot of yoga and take the last days in Asia in.

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In Singapur verbringen wir noch eine letzte Nacht bevors zum Flughafen geht. Ein lachendes und ein weinendes Auge… Anderthalb Jahre Richtung Osten… ein paar Stunden Richtung Westen. Al hamdulilah!

We spend one last night in Singapore before we head to the airport. Mixed feelings… One and a half years towards the east… a few hours to the west. Al hamdulilah!

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Unser Empfangskomitee am Flughafen… die einzigen, die von unserer Rückkehr wussten, waren Nina’s Bruder und ein Freund von Tinu. Die grosse Überraschung kommt erst noch, wenn wir bei unseren Familien dann urplötzlich auftauchen! Wir freuen uns!

Die Velos werden noch in Zürich wieder zusammengebaut, die Taschen montiert und los geht’s…

Our welcoming committee at the airport… the only ones who knew about our return were Nina’s brother and a friend of Tinu. The big surprise is yet to come when we suddenly show up to surprise our families! We can’t wait!

We reassemble the bicycles at the airport, mount the bags and off we go…

 

 

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Ja… los durch eine wunderschöne, aber eisig kalte Winterlandschaft.

Yes… through a beautiful but icy cold winter landscape. 

 

 

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Obwohl wir in der Schweiz viele Leute kennen und auf unserer Tour de Suisse bei Freunden und Familie unterkommen, wollen wir noch eine letzte Nacht im Zelt verbringen. An der Reuss finden wir dieses schöne Plätzchen. Mal wieder gibts eine Nacht mit Temperaturen unter Null, aber wir haben ja warme Kleider und Feuer machen ist super!

Even though we know many people in Switzerland and are invited to stay at friends‘ and family’s places on our Tour de Suisse we want to camp one last night. At the riverbanks of the „Reuss“ we find this idyllic spot. Another night with temperatures below zero, but we have warm clothes and making a campfire is fun!

 

 

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Auf unseren allerletzten Kilometern bekommen wir den Schweizer Winter dann noch richtig zu spüren. Fast so, als wollte uns jemand zeigen, dass es nicht so schlimm ist, mal eine Velopause einzulegen! Unser erster Schnee der Reise und das am letzten Tag… Wir hatten die letzten anderthalb Jahre wirklich Wetterglück!

On our very last kilometers we got to experience the real Swiss winter! Almost like somebody wants to show us that it is not so bad to have a break from cycling for some time. Our first snow on the last day of the trip… We were really lucky with the weather in the past eighteen months!

 

 

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Ja und jetzt… die Taschen sind ausgepackt, das Zelt und der Kocher werden etwas ins Abseits verdrängt. Doch das Bedürfnis draussen zu sein, bleibt! Wie ihr seht, ist der Frühling in der Schweiz im Anmarsch.

What now? The bags are unpacked, the tent and the stove are put away. But the need for being outside in nature remains. You can see, spring is coming in Switzerland.

 

 

 

 

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Wir werden sicherlich mal wieder was posten, doch vorläufig wird der Blog mal etwas ruhiger werden.
Zum Abschluss möchten wir hier noch ein Zitat (leicht angepasst) aus dem Buch „Pazifisches Glück“ von Bob Snoijink einfügen. Passender könnte es nicht sein:

„Die Reise geht seinem Ende entgegen, so wie alles und jedes einmal zu Ende geht, einschliesslich unseres eigenen Lebens. Aber wir wollen mit keinem von beidem aufhören. Dieser Blog nähert sich ebenfalls dem Ende und beim Durchlesen fällt auf, dass er fast nur von beschreibbaren Dingen handelt.

Uns erschreckt, wie viel wir auslassen mussten. Vor allem die Bekanntschaft mit einer Stille, angefüllt mit einer Leere, die sich sehr voll anfühlt. Diese kommt von innen, und zu versuchen, dies zu beschreiben, wäre so, als wollte man mit einer kratzenden Feder auf einem Blütenblatt schreiben. Ja, dies ist ein Bericht über die Geschehnisse, nicht über das, was sich nicht in Worte fassen lässt und was bei weitem überwiegt.”

 

We will certainly post something again, but for the time being, the blog will be a little quieter.
Finally, we want to insert a (slightly adapted) quote from the book „Pacific Luck“ by Bob Snoijink. It could not fit better:

„The journey is coming to an end as everything and everyone comes to an end, including our own lives. But we don’t want to stop any of the two. This blog also is nearing the end. When reading it through you realize it almost only tells from things that can be described.

We are staggered how much we had to leave out. In particular, the acquaintance with silence, that is filled with a void but feels very full. It comes from within and trying to describe it would be like trying to write on a petal with a scratching pen. Yes, this is an account of the events. It is not about what we can not put into words which outweighs by far.“

 

Danke. Thank you.

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17 Monate später… / 17 months later…

Leichter Regen. Die Velos und die Taschen noch so schön sauber. Die Kleider noch nagelneu und wir, wir voller Tatendrang. Die ganze Familie pedalt los und zusammen befahren wir die ersten Kilometer dieser wunderbaren Reise.

Gestern, 17 Monate später, überqueren wir die Brücke von Malaysia nach Singapur.
Leichter Regen. Die Kleider voller Löcher. Und wir, wir zufrieden und glücklich!! Weiter südlich oder östlich kommen wir kaum mehr…

Abwechslungsweise haben uns wohl Gott, Allah, Krishna, Vishna, Buddha und co. weitergereicht… keine Ahnung. Jedenfalls sind wir nun hier, strotzen vor Zufriedenheit und sind so was von dankbar für das Geschehene, das Jetzige und das Kommende.
Fragt uns jetzt einfach bitte nicht wie es weiter gehen soll, denn das, das steht noch in den Sternen…

Doch hier, wie versprochen, noch die Fotos und Geschichten von Thailand und Malaysia.

Light rain. The bikes and bags so beautifully clean. The clothes still brand new and we, we are full of zest for action. The whole family joins us cycling and together we enjoy the first few miles of this wonderful journey.

Yesterday, 17 months later, we cross the bridge from Malaysia to Singapore.
Light rain. The clothes full of holes. And we, we satisfied and happy!! We can hardly go further south or east…

God, Allah, Krishna, Vishna, Buddha and co. probably took turns keeping an eye on us the past months… no idea. Anyway, here we are, full of satisfaction and so grateful for what has happened, the Present and the Coming.
Now please do not ask us where we are going next, as that is written in the stars…

But here, as promised, photographs and stories from Thailand and Malaysia.

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Die Küstenstrasse von Thailand. Wir beide haben seit langem ein Bild im Kopf von dieser Strasse und konnten es kaum erwarten, auf unseren Velos darauf Richtung Süden zu pedalen. Zum ersten Mal überwinden wir uns, einen GPS-Track aus dem Internet auf unser Smartphone zu laden und es lohnt sich echt. Die Papierkarten sind einfach zu undetailiert, um auch die kleinsten Wege entlang des Meeres zu finden.

Thailand’s coastal road. Since a long time we have had a picture of that road in our heads and we could not wait to pedal south on it. For the first time we overcome ourselves and download a GPS-track from the internet. It is absolutely worth it! Our paper maps are not detailed enough and with the smartphone we find the smallest roads along the coast.

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Manchmal fahren wir sogar auf richtigen Fahrradwegen. Es gibt ausgeschilderte „View Points“, manchmal Wasserautomaten und der Strassenbelag ist ein Traum. Fast ein bisschen wie der Donauradweg. 🙂

Sometimes we even cycle on the right bike paths. There are marked „Viewpoints“, sometimes water dispensers and the road surface is a dream. Almost a bit like the Danube cycle path. 🙂

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Und überall Kokosnüsse!! Tinu’s absoluter Traum. Fahrradfahren und gelegentlich ein paar Nüsse von den Palmen holen… aaaaaah!!! Soooo gut!!

And coconuts everywhere!! Tinu’s absolute dream. Biking and occasionally picking a few nuts from the palm trees… aaaaaah!!! Soooo good!!

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…aber auch Nina’s Begeisterung für Kokosnüsse ist wohl kaum zu verschweigen! 😉

…but Nina’s passion for coconuts is hard to conceal either! 😉

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Obwohl die Unterkünfte billig und dicht gesäht sind, stellen wir auch in Thailand immer wieder gerne mal das Zelt auf.

Although the accommodations are cheap and densely distributed, we are happy to pitch our tent in Thailand as well.

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Da es meistens flach ist, können schon mal einige zusätzliche Koko-Kilos erlaubt sein… 🙂

Since it is mostly flat, some extra coconut-kilos can be allowed … 🙂

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Weit weg von den touristischen Orten treffen wir auf ein sehr ursprüngliches Thailand. Die Menschen sind freundlich und herzlich. Die wenigsten können English. Doch die Verständigung mit Händen und Füssen ist nichts Neues für uns 🙂

Far from the tourist places we encounter a very traditional Thailand. The people are friendly and welcoming. Few speak English. However, the communication with hands and feet is nothing new for us 🙂

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Eine von viiiiielen Crevetten-Zuchten auf dem Weg nach Süden.

One of maaaany shrimp-farms on the way south.

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Wir haben uns öfters gefragt, wie sie die Nüsse von den tausenden von hohen Palmen runterholen. Hier eine Art, die spannendste. Ein Affe an einem langen Seil klettert völlig mühelos die Palme hoch und wirft auf Kommando die gewünschten Nüsse runter! Wer findet den Affen?

We have often asked ourselves how they pick the nuts from the thousands of tall palm trees. Here is a way, the most exciting. A monkey on a long rope climbs effortlessly up the palm and throws down the desired nuts on command! Who can find the monkey?

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Morgenstimmung vor dem Zelt. Die Fischer schieben die Netze stundenlang durch brusttiefes Wasser. Ein eindrückliche Technik, die wir noch nie gesehen haben.

Early morning in front of the tent. The fishermen push their nets for hours through chest-deep water. An impressive technique that we have never seen before.

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Ein wohltuende Dusche nach einem langen Tag im Sattel.
Okay, die Küstenstrassen ist schon eher gemütliches Urlaubsradfahren. Aber trotzdem ist eine solche Dusche am Abend einfach Gold wert.

A soothing shower after a long day in the saddle.
Okay, the coast road is rather cozy holiday cycling. But still, such a shower in the evening is worth its weight in gold.

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Ob’s die zwei wohl auch mal um die halbe Welt zieht…?

Whether the two of them will go forth into half of the world one day too…?

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Im Norden Malaysias liegt die Insel Penang. Mit einer Fähre überqueren wir die 3km Meer und befinden uns dann mitten in der Kolonialstadt Georgetown. Einflüsse von überall werden in Malaysia vereinigt und kaum auf der Insel, bekommen wir eine erste Kostprobe davon.
Beim Fähranleger werden wir freundlich von einem Malayen begrüsst, Mittagessen gehen wir in einem indischen Restaurant (geniessen wieder mal Roti, Curry und Bollywood Musik) und wohnen tun wir bei einer Chinesischen Familie. Sie alle fühlen sich heimisch in Malaysia und die unterschiedlichen Kulturen leben sehr offen miteinander. Das gibt uns als Touristen das Gefühl des Willkommen-seins.

Die Familie, deren Gastfreundschaft wir fast eine Woche geniessen, ist super! Wir dürfen einen Velofreund einladen, den wir in Nepal getroffen haben, bekommen einen Wohnungsschlüssel, können kommen und gehen, wann immer wir wollen, gehen zusammen essen, trinken Kaffee und kochen auch gemeinsam. Schwer begeistert sind wir, wie cool Sherilyn ihre kleine Bleibe eingerichtet hat! Thank you once again!

In the north of Malaysia lies the island of Penang. With a ferry we cross the 3km of sea and then find ourselves in the middle of the colonial city of Georgetown. Influences from everywhere are united in Malaysia and we have hardly arrived on the island, as we get a first taste of it.
At the ferry dock, we are kindly greeted by a Malay, for lunch we go to an Indian restaurant (enjoy Roti, Curry and Bollywood music) and we live with a Chinese family. All these people feel at home in Malaysia and the different cultures live very freely with each other. This gives us as tourists the feeling of being welcome.

The family, whose hospitality we get to enjoy for almost a week is great! We can invite a cycling friend, who we met in Nepal, get our own keys for the apartment, can return and go out whenever we want to, go for dinner together, drink coffee and even cook together. We are really impressed, how cool Sherilyn has set up their small place to live! Thank you once again!

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Wir hören von Jochen, unserem Freund, der schon 3 Jahre unterwegs ist, von einem Nationalpark im Norden der Insel. Es sei wunderbar zum campieren dort. Natürlich lassen wir uns das nicht entgehen. Und mann! Seht selbst, was uns nach einer zweistündigen Wanderung durch den Dschungel erwartet!

From Jochen, our friend who has been on the road since three years we hear about a National Park in the north of the island. It should be wonderful to camp there. Of course, do not want to miss that. And man! Look what awaits us after a two-hour hike through the jungle!

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Ein top eingerichteter Zeltplatz mit Dusche, WC, Abwaschbecken und zwei Rangern, die 24h dort sind und einem Kaffee servieren. In Europa würde man für diesen Luxus in solcher Abgeschiedenheit noch so einiges bezahlen, in Malaysia bekommt man das alles geschenkt! Und da dieser Strand am weitesten Weg vom Parkeingang ist, verirren sich auch keine andere Touristen hier hin. Wir teilen den Strand nur mit zwei Deutschen, die sich hier schon seit drei Monaten zurückziehen.

A perfectly equipped campground with shower, toilet, sink and two rangers who are there 24h and serve coffee. In Europe, people would pay a lot for this luxury in such seclusion, in Malaysia you get all this for free! And since this beach is the furthest from the park entrance, there are no other tourists coming here. We share the beach with two Germans who have retired here since three months.

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Eigentlich wollten wir in Malaysia ja einen zweiwöchigen Meditationskurs machen, aber obwohl wir uns schon lange angemeldet hatten, haben wir keinen Platz bekommen. So entscheiden wir uns bald, der Ostküste entlang Richtung Singapur zu fahren. Viel vom Meer sehen wir nicht und auch sonst ist die Strecke nicht besonders spektakulär.
Eher erwarten uns Hügel um Hügel… Rauf, runter, rauf, runter… Flach ist es eigentlich fast nie! Aber wenn man schnell genug ist, nimmt einem der Schwung bis in die Hälfte des nächsten Hügels mit. Und so sind wir richtig motiviert zum drücken! 🙂
Rechts sieht man übrigens die traurige Wahrheit, was mit dem malaysischen Regenwald passiert. Auch jetzt noch wird dieser grossflächig abgeholzt um Palmenölplantagen Platz zu machen!

Actually we wanted to do a two-week meditation course in Malaysia, but even tough we had signed a long time ago, we did not get a place. Soon we decide to cycle south along the coast towards Singapore. We do not see a lot of the sea, but anyway the route is not particularly spectacular.
Rolling hills expect us… Up, down, up, down… It is almost never flat! But if you’re fast enough, the momentum takes you up until the middle of the next hill. And so we are really motivated to push hard! 🙂
By the way, on the right you can see the sad history of the Malaysian rainforest. Even now, they still cut down large areas to make room for oil palm plantations!

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Dass es hier Schlangen gibt, wussten wir ja eigentlich. Wir haben so einige lebende und noch viel mehr tote auf den Strassen angetroffen.
Diese hier schockt uns mit ihrer Grösse und wir sind froh, dass sie uns beim zelten nicht begegnet ist! Obwohl sie uns wohl so einige Geschichten aus den Zeiten des ursprünglichen Regenwalds in Malaysia erzählen könnte…

We knew that there are snakes here. We encountered some living ones and many more dead ones on the roads. But this one here shocks us with its size and we are relieved we did not meet it while camping! Eventhough it could probably tell us many stories about the old times with rainforest in Malaysia…

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Dieses Foto ist gestern auf dem Weg in die Stadt entstanden. Sowas hätten wir jetzt hier in Singapur echt nicht erwartet!!
Wir folgen, ohne böse Vorahnung, dem „Radweg“. Es kommen uns immer mehr Mountainbiker entgegen, teilweise mit richtig groben Dämpfern. „Pffff… Singapur, die kennen doch keine Mountainbiketrails“, denken wir noch und kommen immer dichter in den Jungel. Der Weg wird immer schlechter für uns mit unseren 60-kg-Drahteseln und immer besser für die Federgabel-Fraktion.
Auf diesem Foto ist alles noch sehr entspannt. Doch es folgt ein zweistündiges Auf&Ab, grobe Steine, kleinere Sprünge, heftige Anstiege, steile Abfahrten, feuchte Hitze, besorgte Blicke von anderen Bikern… und das alles in SINGAPUR! Aber immerhin keine Autos… 😉 So gut! Eine echte Überraschung! Und Tinu freut sich einmal mehr darauf, irgendwann mal wieder ein anderes Velo zu fahren! 🙂

This photo was taken yesterday on the way into town. Something we had really not here in Singapore!!
Without thinking anything bad, we follow the „bike path“. More and more mountainbikers cross our way, with good suspensions. „Pffff … Singapore, they do not even know mountain bike trails yet“, we think and cycle deeper into the jungle. The road is getting worse for us with our 60-kg bikes and better for the mountainbikers.
In this photo, everything is still very relaxed. But what follows is a two-hour up & down, rough stones, small jumps, hard climbs, steep descents, moist heat, worried looks from other bikers … And all this in SINGAPORE! But at least no cars… 😉 So good! A real surprise!
And Tinu looks forward once again to cycle with a different bike one day! 🙂

Ja uns so stellen wir nun unsere Fahrräder mal ein bisschen unter in Singapur. Packen unsere Yogamatten und Badehosen ein und machen uns auf nach Bali…
(Okay… das mit der Badehose war jetzt etwas übertrieben… denn die haben wir schon ganz lange nicht mehr im Gepäck.)

Wir wünschen euch viel Schnee, wenig Regen und viel Sonne!!

Mit den südöstlichsten Grüssen, die wir je nach Hause schickten,

Nina und Tinu

So we leave our bicycles in Singapore for a bit. Pack our yoga mats and swimwear and make our way to Bali…
(Okay… that with the swimsuit is somewhat exaggerated… because we have not been carrying them for a long time.)

We wish you a lot of snow, little rain and lots of sunshine!!

With the most southeastern regards we ever sent home,

Nina and Tinu

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Myanmar zum Zweiten, Myanmar zu zweit

Hallo zusammen

Heute ist Silvester?! Ja! Heute vor einem Jahr haben wir uns damals mit den Leuten aus der Tauchschule im Oman in eine einsame Bucht zurückgezogen. Eine gemütliche Runde in einem wunderbaren Land.
Ja und heute, ein Jahr später sind wir in Thailand. Glücklich, zufrieden und gesund. Ach, war das ein Jahr, dieses 2014! Wir durften so viel erleben, begegneten so vielen guten Menschen, sammelten unzählige wertvolle Erfahrungen. Und wenn wir auf all das zurückblicken, sind wir einfach nur unendlich dankbar!
Jetzt nach über 16 Monaten unterwegs immer noch gesund und zufrieden, das ist keine Selbstverständlichkeit.
Wir sind im Moment gerade 200-300 Kilometer südlich von Bangkok an der thailändischen Ostküste. Das Essen ist grandios, der Wind kommt vom Norden und die jungen Kokosnüsse pflücken wir am Strassenrand und öffnen sie mit dem guten alten Schweizer Taschenmesser… besser könnte ein so unvergessliches Jahr wohl kaum zu Ende gehen.
Das Jahr 2015 steht vor der Tür. Wir pedalen vorerst noch weiter Richtung Süden.

Ja liebe Leute! Wir wünschen euch einen super Jahreswechsel. Und dann ein schönes, zufriedenes neues Jahr.

Zum Jahresabschluss laden wir für euch nun noch den zweiten Teil von Myanmar hoch, wo wir beide wieder zusammen unterwegs waren.
Die Fotos und Geschichten von Thailand können noch etwas warten…

Hi there

Today is New Year’s Eve?! Yes! One year ago today, we spent our evening with some people from the diving school on a quiet beach. A cozy round in a wonderful country.
And now, a year later, we are in Thailand. Satisfied, happy, and healthy. Oh, and it was a year, this 2014! We were granted to see so much, meet so many great people, collected countless precious experiences. And when we look back on all this, we are just so grateful!
Now, after more than 16 months on the road still being healthy and content that is not self-evident.
We are at the moment 200-300 kilometers south of Bangkok on the Thai east coast. The food is amazing, the wind is coming from the north and we pick the young coconuts on the roadside and open them with the good old Swiss Army knife… Such a memorable year could hardly come to a better end.
2015 is around the corner. For now, we continue pedalling south…

We wish you a great New Year’s Eve. And then a happy and content 2015.

For the year-end we upload the second part of Myanmar for you, where we cycled together.
The photos and stories from Thailand can wait a little longer…

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Nach einigen Tagen in Yangon, wo wir die Zeit zusammen einfach nur geniessen, reisen wir nach Bagan. Tinu’s Schwärmereien für dieses Land müssen ja irgendwie bestätigt werden… Und Bagan ist der perfekte Ort dafür! Eine uralte Stätte von Tempeln, die eigentlich von Touristen nur so wimmeln sollte. Aber durch die Grösse des Gebiets können wir ohne Probleme ausweichen und wir finden wunderschöne Plätze.
Wie zum Beispiel die Pagoda Nr. 433, die wir zu unserem persönlichen Yoga-Tempel ernannt haben. Zum Sonnenauf- und -untergang radeln wir entlang kleinen Wegen durchs Gras bis wir unsere Pagoda erreicht haben und auf dem Dach friedlich unsere Sonnengrüsse machen können!

After a few days in Yangon, where we just enjoy being together, we travel to Bagan. Tinu’s ravings of this country must be confirmed somehow… And Bagan is the perfect place for that! An ancient site of temples, which actually should be teeming with tourists. But because of the size of the area we can easily avoid the crowd and find beautiful places.
Such as the Pagoda no. 433, which we have appointed our personal yoga temple. At dawn and dusk, we cycle along small paths through the grass until we have reached our Pagoda and peacefully do our sun salutations on its roof!

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Aber auch ohne Yoga ist die Landschaft mit den Zeugen alter Zeiten einfach nur eindrücklich! Wir geniessen die Tage in Bagan wahnsinnig.

But also without Yoga the landscape with the witnesses of old times is simply impressive! We absolutely enjoy the days in Bagan.

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Mit dem Velo unterwegs zu sein, beschert uns Einblicke in das alltägliche Leben der gewöhnlichen Burmesen, das fast zu hundert Prozent von dem unseren zu Hause unterschiedlich ist: die Menschen arbeiten fast alle in der Landwirtschaft und dies hauptsächlich ohne Maschinen. Vom Morgen früh bis am späteren Nachmittag sind sie auf ihren Feldern tätig. Am Abend dann füllen sie ihre Wassertonnen an der Dorfpumpe und transportieren diese dann mit dem Ochsenkarren nach Hause (oft sind die Häuser übrigens aus Stroh). Auch wir beziehen unser Wasser von diesem Brunnen.

Being on the road by bicycle gives us an insight into the daily lives of ordinary Burmese people, which differs from our life back home almost a hundert percent: the people work in agriculture and this mainly without machines. From early morning to late afternoon they are active in their fields. In the evening, they fill their water barrels at the village pump and then transport them home with their oxcart (their houses are often made of straw, by the way). We also get our water from this well.

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Gut, sind wir wieder zu Zweit unterwegs! 🙂

Well, it is good to travel two together again! 🙂

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Das goldene Licht am Morgen und am Abend macht die Hitze, die um den Mittag herrscht, bei Weitem wett.

The golden light in the morning and in the evening outweighs the heat around noon by far.

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Obwohl in Bagan so viele Tempel wie sonst nirgendwo stehen, treffen wir auch unterwegs direkt am Strassenrand auf wunderschöne Exemplare.

Even tough there are so many temples in Bagan as nowhere else, we also encounter beautiful examples just on the roadside.

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Eines Morgens nach dem Zelten schieben wir unsere Velos zurück zur Hauptstrasse. Auch hier ist es Winter, aber das merken wir nur wegen den braunen Blättern an den Bäumen.

One morning after camping we push our bikes back to the main road. It is winter here as well, but we only notice it because of the brown leaves on the trees.

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Es ist Sonntag und schon lange haben uns Lastwagen voller Schweine und Roller, die mit (lebenden) Poulets behangen sind, überholt. Plötzlich kommen uns so viele Frauen mit Bananen in ihren Händen und Einkaufskörben voller Gemüse und Kräuter auf dem Kopf entgegen. Schliesslich realisieren wir, dass alles zum Provinzmarkt pilgert. Auch wir spazieren eine Runde…

It is Sunday and for a long time we have been overtaken by trucks full of pigs and scooters with living chicken hanging on them. Suddenly we meet so many women with bananas in their hands and basket full of vegetables on their heads. Finally, we realise that all are on the way to the provincial market. We too go for a walk …

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… Und bekommen das hier! Schon lange sind wir auf der Suche nach Mehl, damit wir mal wieder Brot (Chapatti) auf einem heissen Stein machen können. Aber wer weiss schon das burmesische Wort für Mehl? Mit Händen und Füssen versuchen wir uns zu erklären. Schliesslich wird uns ein Sack davon geschenkt. Leider lässt es sich nicht gut kneten… Und wir merken schlussendlich, dass wir mit Sägemehl backen wollten! 🙂

… And get this here! For a long time we have been searching for flour to make some bread (chapatti) on a hot stone. But who knows the burmese word for flour? With hands and feet we try to explain ourselves. In the end, they give us a bag of this here. Unfortunately we can not knead it very well. Finally we realise that we wanted to bake with sawdust! 🙂

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Am Abend in der nächsten Stadt finden wir dann einen Mann, der uns Crèpes brät und unsere Lust auf Fladenbrot ist gestillt. 🙂

In the evening, in the next town we find a man frying crepes for us us and our desire for flatbread is satisfied. 🙂

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Eine kurze Strecke fahren wir mit dem Zug nach Kalaw. Unterwegs sehen wir all diese Frauen Blumen verkaufen. Sieht doch schön aus, oder?

A short distance we travel by train to Kalaw. On the way we see all these women selling flowers. Looks nice, right?

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Die Abfahrt Richtung Inle Lake.

The descend towards Inle Lake.

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Wir mieten ein Boot und machen eine Tour auf dem berühmten Inle Lake. Obwohl wir von Silber- und Goldschmiede, zu Baumwoll- und Seidenmanufaktur, zu Bootsbauerei geführt werden (natürlich nur, damit wir möglichst viel kaufen), gefällt uns das zwischendrin eindeutig am besten.
Die Menschen haben ihre Häuser auf Stelzen im Wasser gebaut, die Kinder in ihren Schuluniformen paddeln mit den eigenen Einbäumen zum Unterricht und auch zum Einkaufen wird das Boot genommen.

We rent a boat and take a trip on the famous Inle Lake. Although we get carried from silver- and goldsmith to cotton and silkfactory to boat builders (of course, only that we buy as much as possible), what we see in between we like clearly the best.
The people have built their houses on stilts in the water, the children in their school uniforms paddle with their own dugout canoes to class and also for shopping they take the boat.

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Und natürlich zum Fischen! Die Fischer in Inle sind berühmt für ihre einbeinige Rudertechnik, bei der sie beide Hände frei haben um das Netz zu bedienen.

And of course for the fishing! Fishermen in Inle are famous for their single-leg rowing technique in which they have both hands free to operate the fishing net.

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Ja, und dann läuft Tinu’s Visum leider schon bald aus, und wir müssen uns mit Bussen in Richtung Süden und Thailändische Grenze machen. Hier wieder mal ein Bild aussergewöhnlicher Packtechnik! Perfekt passen unsere Veloträumer zwischen das Gemüse und den Passagierraum des Busses rein.

And then as Tinu’s visa is about to expire we need to take a bus to the south and the Thai border. Here again is a picture of exceptional packaging skills! Our Veloträumer fit perfectly in between the vegetables and the passenger compartment of the bus.

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Dann müssen wir noch umladen und reisen die letzten 100km (sprich 5-6 Stunden) mit total 19 anderen Passagieren auf diesem Pick-Up zur Grenzstadt (sie verstecken sich noch in der Führerkabine und auf dem Dach des Autos, wo schon unsere Velos und natürlich auch das ganze Gepäck der Fahrgäste transportiert werden).

Then we need to reload and travel the last 100km (ie 5-6 hours) with a total of 19 other passengers on this pick-up to the border town (they hide in the driving cab and on the roof of the car, where already our bicycles and of course the luggage of all the passengers is transported).

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Und dann ist es auch schon so weit und wir verabschieden uns gemeinsam aus diesem tollen Land, in das wir getrennt eingereist sind. Wir sind froh, hatten wir zu zweit die Möglichkeit, per Velo hier unterwegs zu sein und die wunderbaren Menschen und schönen Landschaften zu teilen.
Bei der Ausreise fragen wir übrigens den Immigration Officer, was passiert wenn man sein Visum überzieht, vielleicht so zwei Wochen. „No problem, you only pay 2$ per day!“. Und dann mit einem Monat? „Then it is 3$ per day.“ Und wie sieht es aus mit zwei Monaten? „Mmmm… Then you pay 6$!“
Ganz so ernst würden wir also nächstes Mal unsere Visazeiten auch nicht mehr nehmen. Aber jetzt fahren wir über die Myanmar-Thailand Friendship Bridge, wechseln am höchsten Punkt die Strassenseite (Thailand hat wieder Linksverkehr) und sind bereit für Velofahren am Meer, Mittagspausen am Strand und Zelten unter Palmen.

And then it is already the time when we say goodbye to this stunning country. We are happy that we had the possibility to cycle together and share the beautiful moments, the lovely people and the nice landscape.
Upon departure we ask the Immigration Officer by the way, what happens if you overstay your visa, maybe for two weeks. „No problem, you only pay 2$ per day!“. And what about a month? „Then it is 3$ per day.“ And two months?? „Mmmm … Then you pay 6$!“
Next time we will not take our visa so serious anymore. But now we cross the Myanmar-Thailand Friendship Bridge, change the side of the road on the highest point of the bridge (Thailand has left-hand traffic again) and are ready for cycling on the sea side, lunch breaks at the beach and camping underneath palmtrees.

Alles Liebe,
All the best,

Nina und Tinu

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Vom Velo fahren und Yoga machen / about riding bicycles and doing yoga

Jetzt, da wir in Thailand angekommen sind, können wir den versprochenen Blogeintrag posten. Den zweiten Teil von Myanmar gibts in ein paar Tagen.

Now that we have arrived in Thailand we are able to publish the promised blog post. The second part of Myanmar will follow in a few days.

Hallo zusammen

Freudige Nachrichten, wir sind endlich wieder zusammen. Nach einem Monat fühlt es sich gewaltig an, sich wieder zu sehen und wir haben uns ja sooo viel zu erzählen.
Ich (Tinu) erzähle euch aber jetzt auch noch kurz, was ich so gemacht habe. Nie hätte ich gedacht, das mich nach fünfzehn Monaten unterwegs, nach so vielen schönen Erlebnissen ein Land noch derart in seinen Bann ziehen kann.
Myanmar, früher genannt Burma, ist ein unglaublich schönes Land. Ein absolutes Highlight sind die Menschen mit ihrem einzigartigen Lachen. Seit einigen Jahrzehnten hatte das Land seine Grenzen dicht und langsam werden diese nun geöffnet. Viele Regionen sind aber immer noch Sperrgebiet und nur mit Bewilligung, Guide oder gar nicht zugänglich. Und seit ganz Kurzem ist es nun auch möglich über den Landweg von Indien einzureisen.
Deshalb ist in vielen Teilen des Landes noch überhaupt kein Tourismus vorhanden. Menschen leben, wie sie wohl schon vor hunderten von Jahren gelebt haben. Und das zu sehen… genau das war meine Motivation hier hin zu kommen. Und ich bin einfach nur begeistert!

Ja, wie meine Zeit alleine angefangen hat:
Nina steigt ins Taxi, um ins Yogacenter zurückzufahren, wir winken uns nochmal traurig zu und müssen somit langsam realisieren, dass wir uns jetzt wohl einen Monat nicht mehr sehen… Eine echt ungewohnte Situation und am Anfang wirklich nicht einfach. Doch ganz zuversichtlich fürs Kommende organisiere ich in Kathmandu die letzten Dinge für die Weiterfahrt…Und schon bald kann’s losgehen. Ich freue mich!

Hi there

Good news, we are finally back together. After a month apart it feels great to see each other again and we have sooo much to tell!
But now (me, Tinu) will tell you what I have experienced in the past weeks. I never would have thought that after fifteen months on the road, after so many beautiful experiences, a country could still fascinate me so much!
Myanmar, formerly known as Burma, is an incredibly beautiful country! An absolute highlight are the people with their unique smile. For several decades, the country had its borders closed and slowly they are opening up now. However, many regions are still restricted areas where foreigners can only travel with permit, guide or not at all. And since very recently, it is now possible to enter the country overland from India, with a special permit.
Therefore, there is absolutely no tourism in many parts of the country. Some people live as they have probably already lived hundreds of years ago. To see this happening… Was my motivation to cycle here. And I’m just thrilled!

How my time alone started:
Nina takes a taxi back to the Yoga Center, we wave sadly and slowly have to start realizing that we will not see each other for a month. A very unusual situation at the beginning and really not easy. But quite confident for the weeks alone I organize the last things for the onward journey in Kathmandu… And I am ready to go soon. I am looking forward to it!

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Auf der Indischen Botschaft lerne ich einen symphatischen Zeitgenossen kennen, der auch aus Bern kommt. Wir verstehen uns blendend und noch am gleichen Abend, nach dem einen oder anderen Bier, entschliesst er sich ein Bike zu mieten und sich mir anzuschliessen. Somit rollen wir zusammen für die nächsten Tage durch die Hügellandschaft von Nepal… Auf und Ab und Auf und Ab. Und haben mächtig Spass!

On the Indian Embassy I meet a nice guy who is also from Berne. We understand each other super well and the same evening, after a beer or two, he decides to rent a bike and to join me. Thus we roll together for the next few days through the hills of Nepal … up and down and up and down. And we have quite a lot of fun!

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Da ich ja eh Zelt und Kochmaterial für zwei Personen mithabe, trifft es sich gut. Wir finden viele, viele schöne Spots zum campen und geniessen Nepal!

Since I have the tent and cooking material for two people with me anyway, it works out well. We find many, many beautiful spots to camp and enjoy Nepal!

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Wir trennen uns nach einigen Tagen und ich ziehe nun ganz alleine weiter Richtung Indien. Welcome back!

We split up after a few days and I now travel all alone towards India. Welcome back!

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Völlig fasziniert stoppe ich und beobachte die indischen Frauen bei der Teeernte.

Absolutely fascinated I stop and watch the Indian women harvesting their tea.

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Die Märkte in Manipur sind um einiges entspannter als im westlichen Indien. Mir gefällts!

The markets in Manipur are more relaxed than the ones in western India. I like it!

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Wegen „Zeitdruck“ und da ich mich nicht all zu wohl fühle, nehme ich für die Strecke in Nordostindien den Bus. Auch auf Grund der politischen Sicherheitslage ist es wohl schlauer im Bus unterwegs zu sein…
Ich freue mich jedenfalls sehr, bald wieder in einem entspannten Land wie Myanmar (Burma) in die Pedale zu treten. Hoffentlich klappt dann auch der Grenzübertritt…

Because of „time pressure“ and also because I do not feel very comfortable I take the bus for a big stretch in Northeast India. Also, due to the political security situation, it is much smarter to travel by bus…
I am in any case very excited to cycle soon in a relaxed country like Myanmar (Burma). Hopefully it works well with crossing the border …

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…und JAAAAAA!! Es hat geklappt! Eine riesengrosse Freude, endlich über Land nach Südostasien zu reisen.
An der Grenze steht einer von der Agentur, der mir die Spezialbewilligung für das gesperrte Gebiet übergibt. Vor zehn Tagen soll es zwei Thailändern auch gelungen sein, auf diese Weise von Indien in Myanmar einzureisen. Nach ihnen sollte ich, zusammen mit einem anderen schweizer Velopäärli wohl einer der absolut ersten sein, der den Grenzübertritt von Westen her, unabhängig ohne Tour, geschafft hat.
Eine gute Nachricht für alle Folgenden. Somit kommen alle Überlandreisenden einen grossen Schritt näher an eine komplette Europa-Asien-Durchquerung. Jetzt bleibt wohl nur Pakistan noch weiterhin eine Knacknuss.

… and Yessssssss!! It worked! A huge pleasure to finally travel overland to Southeast Asia.
On the border an agent awaits me to hand over the special permit for the restricted area. Ten days ago they say that two Thai cyclistst managed to enter this way from India to Myanmar. After them, me and another swiss cycling couple are most probably the first ones to cross the border from the west, independently, without a tour.
Good news for all of the following, travelling overland from Europe to Asia is now big step further! Now probably only Pakistan still remains a difficult matter.

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Es erwartet mich eine grossartige Kultur. Die Menschen empfangen mich sehr herzlich und ich fühle mich von Beginn an wohl.

There is a great culture to await me. The people welcome me warmly and I feel comfortable from the start.

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Chin Lone! Wie spektakulär und faszinierend. Volleyball nur mit den Füssen. Die Jungs laden mich ein um mitzuspielen…hmmm, alle die meine fussballerischen Künste kennen, wissen, wieso ich dankbar ablehne und mich eher aufs Zuschauen konzentriere. 🙂

Chin Lone! How spectacular and fascinating. Volleyball with the feet. The guys invite me to play along … hmmm, everybody who knows my football skills, knows why I reject gratefully and focus more on watching. 🙂

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Burmesischer Strassenbau. Immer wieder interessant, wie auf der ganzen Welt unterschiedlich gebaut wird.

Burmese Roads. Always interesting how they use different building techniques around the world.

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Hotels sind für Touristen ziemlich teuer. Gerade für Reisende wie wir, die kein Dreiwochen-Urlaubs-Budget haben…
Normalerweise ist das ja kein Thema aber hier in Myanmar soll Zelten angeblich strikte verboten sein. Somit schlafe ich bei buddhistischen Mönchen im Kloster Oder niste mich wie wie hier bei der örtlichen Polizei mich im Büro ein…

Hotels are quite expensive for tourists. Especially for travellers like us who are not on a three-week holiday budget…
Normally this is not an issue but here in Myanmar camping is strictly forbidden. Thus I sleep with Buddhist monks in the monastery. Or, as here, I stay with the local police in their office…

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…oder gut versteckt halt doch meistens so wie ichs am liebsten habe. Im Zelt!
Dann kriegt die Immigrationsbehörde halt nicht denn allabendlichen Bericht von einem offiziellen Hotel, wo ich gerade bin… Aber bis jetzt ist mir das eigentlich auch ziemlich egal und grössere Probleme blieben soweit aus.
Gestern tauchte übrigens die Polizei im Hotel auf um sich zu erkundigen, wo ich all die letzten Nächte verbracht habe… 😉

… or often well hidden how I like it the most. In the tent!
Like this the Immigration service just does not get a nightly report of an official hotel where I am staying. But to be honest, I do not really care too much about this and so far I did not run into any major problems.
But by the way… Yesterday the police turned up at my hotel and asked where I had spent the last nights… 😉

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An Plätzen wie hier verstecke ich mich bis nach Sonnenuntergang. Sobald die Leute von den Feldern nach Hause kehren, köcherle ich friedlich meine Nudeln und stelle mein Zelt auf. Und das Beste an allem… keine Touristen. Einfach ich, diese alten Tempel und die Sterne.
Im Mondlicht wasche ich mir etwas den Staub und Schweiss von der Haut und sinke bald in einen zufriedenen, tiefen Schlaf.

In places like this I hide until after sunset. Once people return home from the fields, I peacefully cook my pasta and set up my tent. And the best of all… no tourists. Simply me, this ancient temples and the stars.
In the moonlight I wash the dust and sweat from the skin soon fall into a deep and content sleep.

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Für einen Teil entschliesse ich mich kurzfristig, den Drahtesel auf ein Boot zu laden um den Wasserweg zu nutzen. Ein supereindrückliches Erlebnis. Wir passieren viele kleine Dörfer, wo die Leute komplett von und mit dem Fluss leben, teilweise ohne Anschluss ans Strassennetz.

For a short stretch I spontaneously decide to take a boat. A super impressive experience. We pass many small villages, where people live completely by and with the river, sometimes without connection to the road network.

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Ich stoppe oft für Tee und die unterschiedlichsten frittierten Frühstücksgerichte. Und wenn ich schreibe „oft“, dann meine ich das auch so! Wirklich seeehr oft! Frühstück für 30 Rappen sind völlig neue Dimensionen…

I often stop for tea and a variety of fried breakfast dishes. And when I write „often“, I mean it! Really very very often! Breakfast for 30 cents are completely new dimensions…

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Ich besuche Phowin Taung. Ein Gebiet mit über 900 kleineren und grösseren Höhlen mit jeweils einem oder mehreren Buddhas drin. Sehr eindrücklich, da die Höhlen und die Buddha-Statuen alle in den massiven Sandsteinberg gehauen wurden. Sehr entspannt lässt es sich kreuz und quer durch das Gebiet wandern, um diese Wunder erforschen. Bin gespannt, wie dies wohl in fünf bis zehn Jahren sein wird… der Tourismus wird auch hier kommen. Die freundlichen Leute im Dorf nebenan werden abstumpfen und den einzigartigen Charme dieses Ortes sicherlich stark verändern. Wie so viele Touristenorte auf dieser Welt…

I visit Phowin Taung. An area with over 900 small and large caves with one or more Buddhas in it. Very impressive, as the caves and the Buddha statues have been carved into the massive sandstone mountain. Very relaxed, I can wander through the area to explore these wonders. How will it be in five to ten years? Tourism will arrive here as well… The friendly people in the village next door will be dull and certainly change the unique charm of this place a lot. Like so many tourist places in the world …

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Eines Morgens sehe ich von Weitem dieses idyllische Plätzchen. Ein Ochsengespann, wie es hier übrigens noch sehr viele gibt, kommt mir entgegen mit zwei älteren, überherzlichen Bauern darauf. Ich bin total beeindruckt und nehme mir meine Zeit! Zeit mich ans Ufer zu setzen… und meinen Gedanken nachzuhängen. Ein herrlich ruhiger Ort.

From afar I can see this idyllic spot one morning. An oxcart with two old and friendly farmers is approaching me. I am totally impressed and take my time. Sit down on the shore of the river and just follow my thoughts. A wonderfully peaceful place.

Ja Leute…
Die Zeit alleine war echt schön. Eine ganz andere Art von Freiheit, die ich erleben durfte. Dafür bin ich sehr dankbar. Doch es ist an der Zeit, dass wir wieder zusammen weiterziehen. Es gibt so viele Erlebnisse und so viele Gedanken, die zu Zweit einfach noch um einiges schöner sind.

Yes guys…
The time alone was really nice. A quite different kind of freedom that I experienced. I am very grateful. But it is time that we get back together. There are so many experiences and so many thoughts that are much more beautiful if you can share them with somebody you love.

Und ich, Nina, erzähle euch gerne noch etwas über meine Zeit im Ananda Yoga Centre in Kathmandu. Nach den ersten Tagen, die Tinu und ich noch zusammen in der Anlage sind, wird mir klar, dass ich gerne meine Kenntnisse über Yoga vertiefen möchte und melde mich deshalb für ein 200-Stunden Teacher’s Training an. Mit dem Taxi kehre ich nach einigen Tagen in Kathmandu zur Schule zurück.

And I, Nina, like to tell you something about my time at the Ananda Yoga Centre in Kathmandu. After the first few days that Tinu and me spend together in the centre I realize that I would like to deepen my knowledge of yoga and therefore sign up for a 200-hour teacher’s training. By taxi I return back to the school after a few days in Kathmandu.

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Der Abschied von Tinu ist hart und irgendwie (gerade weil wir’s freiwillig so entschieden haben) plötzlich unverständlich für mich… Bis ich mich nach einigen Tagen im Center gut eingelebt habe.
Zusammen mit den fünf anderen Kanditaten erleben wir eine intensive und lehrreiche Zeit:
Um 06:00 treffen wir uns zum Singen, um 07:00 gibt’s Tee, um 08:00 die erste Asana-Stunde (die Übungen, die man zu Hause als Yoga kennt), dann um 09:30 endlich Frühstück (Dhal Bhat, Reis mit Linsensuppe und gekochtem Gemüse). Um 11:30 Meditation und um 13:30 Mittagessen, um 15:30 treffen wir uns zur zweiten Asana-Lektion, dann gibt’s um 18:00 noch mal Dhal Bhat und um 19:00 treffen wir uns zum Singen am Lagerfeuer. Vier Wochen lang das gleiche Programm, die Zeit schweisst uns zusammen und ich geniesse es sehr, mal wieder unter Mädchen zu sein!

The farewell with Tinu is hard and somehow (maybe just because we have voluntarily decided it) suddenly incomprehensible to me … Until I settled down well after a few days in the center.
With the five other candidates we experience an intense and instructive time: At 06:00 we meet for singing, at 07:00 we get tea, at 08:00 the first asana lesson (the exercises that are known as yoga at home), then at 09:30 at last breakfast (Dhal Bhat, rice with lentil soup and cooked vegetables). At 11:30 Meditation and lunch at 13:30, at 15:30 we meet for the second asana lesson, then we have at Dhal Bhat again at 18:00 and at 19:00, we meet for chanting around the campfire. For four weeks the same program, the time really creates a strong bond between us and I also enjoy it a lot to be back among girls!

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Am Ende bekommen wir ein Zertifikat, theoretisch wäre es uns nun erlaubt, Yoga zu lehren. Da die Klassen aber ziemlich léger geführt wurden, fühlt sich niemand von uns wirklich in der Lage, dies zu übernehmen. Für mich ist das aber nicht schlimm, hatte ich den Kurs sowieso nicht in dieser Absicht besucht. Trotzdem, dass wir uns alle mehr unter dem „Teacher’s Training“ vorgestellt haben, hatten wir eine super Zeit zusammen.
Auch ist es für mich eigentlich toll zu sehen, dass ich auch alleine zu Recht komme (nach 15 Monaten 24/7 zusammen könnte man ja meinen…) und den Monat getrennt zu sein, hat uns beide viel gebracht!
Trotzdem freue ich mich sehr, als ich anfang Dezember in Yangon, Myanmar aus dem Flugzeug steige und Tinu wieder sehe… Mit seinem eigenen Yogamätteli dabei! 🙂

At the end we get a certificate, in theory we are now allowed to teach yoga. But because the classes were conducted rather laxly, no one really feels able to take it. For me, this is not bad, I anyway had not attended the course with this intention. Despite the fact that we have all expected more under the name of a „Teacher’s Training“, we had a great time together.
It is really good to see for myself that I’m also OK on my own (after 15 months 24/7 together one might think…) and the month being separated taught us both a lot!
However, I am extremely happy when I get off the plane in Yangon, Myanmar at the beginning of December and see Tinu again… And he is waiting for me with his own Yoga mat! 🙂

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Die nächsten Tage werden wir zusammen in Yangon verbringen (unter anderem besuchen wir ein Toten Hosen Konzert), und dann schauen wir weiter…
Wir freuen uns sehr und sind gespannt wohin uns der Wind noch treibt.

Wir geniessens vorerst mal hier!
Die zweite Weihnacht unterwegs…

Ganz liebe weihnachtliche Grüsse und alles Gute aus dem warmen Myanmar,
Nina und Tinu

The next few days we will spend together in Yangon (among other things we visit a „Tote Hosen“ concert (most famous German rockband)), and then we will see…
We are very excited and eager to see where the wind leads us.

For now, we enjoy our time here together!
The second Christmas on the the road…

Have a good Christmas time and all the best for the new year from warm Myanmar,
Nina and Tinu

Wir sind wieder zusammen!! :-)

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Der neue Blogpost steht, die Bilder sind ready, aber das Internet in Myanmar ist noch zu schwach um alles hochzuladen. Und das ist auch gut so! Sollten wir nicht ganz überraschend auf eine schnellere Internetverbindung stossen, gibts die News dann aus Thailand… wir sind auf dem Weg.

Wir wünschen Euch eine schöne Weihnachtszeit und minimalen Stress! Geniesst die Ruhe, esst ein paar Güetzi/Guatzli für uns, kippt einen Glühwein oder zwei und habt euch lieb! 🙂

Ganz ä liebe Gruess,
Nina und Tinu

Good Morning Himalaya, very nice to meet you!

Hallo zusammen

Alles klar bei euch?
Schon fleissig am Schneeschaufeln und Ski wachsen?

Wir melden uns ein weiteres Mal aus Nepal. Im Moment sind wir in Kathmandu.
Nach dem Bardia Nationalpark haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, um weiter Richtung Osten zu kommen und via Pokhara nach Kathmandu zu gelangen, um dort einen Freund zu treffen.
Die Menschen, wie auch die Natur in Nepal sind unglaublich. Und nach der ruhigen Zeit im Nationalpark konnten wir uns auch wieder besser auf das viele Neue einlassen. Doch seht selbst, hier sind wieder mal ein paar Impressionen von den letzten Wochen in diesem superinteressanten Land, Nepal!

Hi there

Everything ok with you?
Already busy with shovelling snow and waxing skis? We are still blogging out of Nepal, at the moment we are in Kathmandu.

After Bardia National Park we continued our journey towards the east to reach Kathmandu via Pokhara in order to meet a friend.
The people, as well as the nature in Nepal are incredible! The quiet days in the National Park felt really good, so that we were ready again for all the new sensations awaiting us. But see for yourself, here are again a few impressions of the last few weeks in this super interesting country, Nepal!

DSC00682[1]Im Nationalpark gehen wir mit einem Guide auf Safari.

Krokodile, Rehe, Affen, ein Nashorn aus nächster Nähe und viele Vögel kreuzen unseren Weg. Auch die ganz frischen Spuren des Bengalischen Tigers finden wir…
Doch auch nach stundenlangem Warten scheint der König des Dschungels heute wohl nicht an dieser Stelle an den Fluss zu kommen.

In the national park we go on safari with a guide.

Crocodiles, deer, monkeys, a rhino up close and lots of birds cross our path. We also find fresh tracks of the bengal tiger… But even after hours of waiting the king of the jungle does not seem to come to the river today.

DSC00582[1]    DSC00699[1]Das Velofahren im nepalesischen Flachland ist morgens und abends einen Traum. Die Stimmung mit dem Nebel früh am Morgen lockt uns jeden Tag schon vor Sonnenaufgang auf unsere Drahtesel.

Durch den Tag ist das Velofahren jedoch relativ langweilig. Reisfelder, Dörfer, Reisfelder, Dörfer, … Und flach ist es… zu flach! Noch vor einem Jahr hätten wir nie gedacht, dass wir mal Bergstrassen den flachen Gebieten vorziehen werden.

Cycling in the Nepalese lowlands is a dream in the mornings and evenings. The atmosphere with the mist early in the morning tempt us to get on our bikes before sunrise every day.

Through the day, however, the cycling is quite boring. Rice fields, villages, rice fields, villages, … And it is flat… too flat! A year ago, we never thought we would prefer mountain roads to flat areas one day.

DSC00562[1]DSC00751[1]Dadurch, dass es entweder Dörfer oder Reisfelder hat, ist es nicht einfach, schöne, einsame Plätze zum Zelten zu finden.

So fragen wir oft bei den Hotels, ob wir unser Zelt auf ihr Dach stellen dürfen. So haben wir kühlere Temperaturen, definitiv sauberere „Bettwäsche“ und… wir schlafen einfach zuuu gut in unserem heimeligen Zelt.

The fact that there are either villages or rice fields does not make it easy to find beautiful places to camp. So we often ask at hotels if we can put up our tent on their roof. So we have cooler temperatures, definitely cleaner „bedding“ and… we just love it too much to sleep in our cozy tent.

DSC00618[1]Gut sind unsere Taschen wasserdicht. Brücken sind allgemein eher Mangelware…

Good that our bags are waterproof! Bridges are rather scarce…

DSC00587[1]Wasserbüffel treffen wir immer mal wieder. Uns gefällt und inspiriert die Gelassenheit und Unbekümmertheit dieser Tiere… 🙂

Over and over again we meet water buffalos. We really  like the serenity of these animals… 🙂

DSC00607[1]Das Wasser! Seit Monaten ein so zentraler Punkt unseres Alltags. Wie wird es wohl sein, wenn wir zu Hause irgendwann einfach wieder den Wasserhahn aufdrehen können und köstliches Trinkwasser geniessen können?

Bis es soweit ist, steuern wir immer noch kleine Dörfer an für das kostbare Nass…

The water! For months such a central part of our everyday life. How will it be once we are home and simply have to turn on the tap for delicious drinking water?

Until then, we still head to small villages for the precious liquid…

DSC00708[1]… oder Tempel! Nachdem wir nun während einem Jahr in der islamischen Welt ein Blick für Moscheen und Minarette entwickelt haben, da es dort fast immer gutes Wasser gibt, helfen uns nun Hindu-Tempel um unseren Durst zu löschen.

… or temples! In the Islamic countries in the past year we have developed an eye for mosques and minarets because we were sure to find good water there. Now Hindu temples help us to clear our thirst.

DSC00746[1]Endlich gehts in die Berge. Und es erwartet uns eine der spektakulärsten Kulissen! Übrigens haben wir einen kurzen Teil des langweiligen Flachlands mit dem Bus überbrückt. (Bei den Nepalis ein absolut unkompliziertes Unterfangen… Wirklich, was da alles auf den Busdächern transportiert wird, übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Da wirken unsere zwei Velos absolut harmlos daneben!)

Finally we cycle towards the mountains. And one of the most spectacular scenes awaits us! By the way, we bridged a small stretch of the boring flatlands by bus. (A pretty straightforward task in Nepal. What they transport on the roofs of their buses is beyond our imagination. Our two bicycles look like a peace of cake next to it!) 

DSC00718[1]Auch hier sind wir immer schon sehr früh am Morgen unterwegs… Doch wer will sich eine solche Stimmung schon entgehen lassen?

Again, we start our days very early… but who wants to miss out on such a beautiful atmosphere? 

DSC00768[1]Auf dem „Highway“ nach Pokhara.
Nach starkem Regen des Monsuns kommt es in den engen Tälern oft zu Erdrutschen, was dann einige Zeit dauert, bis wieder alles weggeräumt ist.

On the „highway“ to Pokhara.
After the heavy rain of the monsoon landslides occur often in the narrow valleys. It can take some time until everything is put away again.

DSC00792[1]Wie in jedem Land sind die Kinder immer ein Aufsteller. Die lachenden und strahlenden Gesichter können echte Motivationsquellen sein. 🙂

As in any country, the children are always encouraging. The laughing and smiling faces can be real sources of motivation. 🙂

DSC00950[1]Ob diese Schaukel wohl von einem zertifizierten Inspektor für Unfallverhütung abgenommen wurde?

If this swing was inspected by a certified health and safety manager? 

DSC00841[1]Dann kurz vor Pokhara ist es soweit… es ist noch früh am Morgen als wir um eine Kurve biegen und uns am Horizont ein paar Gipfel des Himalayas entgegenwinken. Diesen Moment werden wir echt nie mehr vergessen! Einfach nur wir zwei in einer so eindrücklichen Umgebung, mit unseren Velos, ein paar Taschen dran befestigt mit den wichtigsten Sachen, die wir zum Reisen brauchen und dann das… vor uns das höchste Gebirge der Welt!

Viele Erlebnisse sind schön auf unserer Reise, doch es gibt einige ganz spezielle Momente, die sich für immer und ewig tief in unserem Gedächtnis verankern werden. Und dies ist einer davon!

Then just before Pokhara the time has come… It is still early in the morning when we turn around a curve and catch a first sight of the gigantic peaks of the Himalayas. We will never forget this moment! Just the two of us in such an impressive environment, with our bicycles, a couple of bags mounted to them, with the most important things we need for travelling and then… in front of us the highest mountains in the world!

Many experiences are beautiful on our trip, but there are some very special moments that will forever be anchored deeply in our memory. And this is one of them!

DSC01042[1]Etwas ausserhalb von Kathmandu besuchen wir einen Yoga- und Meditationskurs für sieben Tage. Mal was ganz Neues für uns und dazu noch eine echt gute Erfahrung! Nach dieser Woche fühlen wir uns fit wie lange nicht mehr!

Just outside of Kathmandu we visit a yoga and meditation class for seven days. Something completely new for us and a really good experience! After this week we realize we have not felt that healthy in a long time!

DSC01091[1]Die Stupa in Bouddha.
Zum ersten Mal als kleiner Knirps in der zweiten Klasse in der Schule auf Bildern gesehen… und nun in Echt! Tinu’s kleiner Traum wird wahr. 🙂

The stupa in Bouddha.
For the first time in the second grade in school he has seen it in pictures… and now in reality! Tinu’s little dream comes true. 🙂

DSC01059[1]Und ja nicht zu vergessen. Auch hier gibts immer noch so viel leckeres Essen und wir sind nach wie vor sehr dankbar für all die guten Geschmäcker! Mmmmh!!

And not to forget. There is still so much good food and we are still very grateful for all the delicious tastes! Mmmmh !!

DSC00779[1]Ja und nun… wie weiter?

Wir haben uns entschieden, etwa einen Monat getrennt unterwegs zu sein. Tinu möchte durch Nordostindien fahren und versuchen die Grenze zu Myanmar (Burma) mit dem Fahrrad zu überqueren, was nicht ganz einfach werden könnte. Nina hat sich entschieden, hier in Kathmandu ein Yoga-Teacherstraining zu absolvieren. Anfangs Dezember wird sie Tinu mit dem Flugzeug folgen. Hoffentlich nach Myanmar, sonst nach Thailand oder Malaysia… wir werdens sehen!

Ach es ist ein spezielles Gefühl… nach fast 15 Monaten Tag und Nacht zusammen, vorübergehend getrennte Wege zu gehen.

Doch wir vertrauen in unsere so schöne, starke und wertvolle Beziehung! Bald werden wir uns ja wieder sehen und in die Arme schliessen… und uns bestimmt soooo viele Dinge zu erzählen haben!

And now… what next?

We have decided to go separat ways for about a month. Tinu wants to cycle through Northeast India and try to cross the border with Myanmar (Burma), which might not be easy. Nina on her side has decided to attend a teacher’s training in Yoga here in Kathmandu. In the beginning of December she will follow Tinu by plane. Hopefully to Myanmar, otherwise to Thailand or Malaysia… we will see!

It is a special feeling… after almost 15 months day and night together temporarily going separate ways.

But we trust in our beautiful, strong and precious relationship! Soon we will see each other again… and certainly we will have soooo many things to tell!